Aktuell-Artikel 31.03.2017

Vorankündigung Belagsarbeiten im Gumiweg ab 21. August 2017 26.06.2017

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Der Strassenbelag im Gumiweg ist teilweise schadhaft. Damit sich der Zustand nicht weiter verschlechtert, wird die Abteilung Tiefbau und Betriebe der Gemeinde Oberdiessbach einen Teilabschnitt des Gumiwegs total sanieren. Des Weiteren werden gleichzeitig Arbeiten an den öffentlichen Werkleitungen durchgeführt.

Bautermin:   
Voraussichtlich vom 21. August bis 2. Hälfte September 2017
Perimeter: Gumiweg – zwischen dem Lärchen- und Tulpenweg

Strassenbehinderungen lassen sich leider während der Bauzeit nicht vermeiden. Zudem erfolgt beim Fahrbahnersatz und beim Einbau des Strassenbelags eine Totalsperrung. Für letzteres werden Umfahrungsrouten eingerichtet und für direkt betroffene Anrainer Ersatzparkplätze angeboten.

Die Gemeinde informiert frühzeitig die Bevölkerung im Detail über die Termine, den genauen Ablauf, die Zugangsmöglichkeiten zu den Liegenschaften und die Teilsperrungen.

Vorankündigung Belagsarbeiten in der Haubenstrasse ab 21. August 2017 26.06.2017

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Der Strassenbelag in der Haubenstrasse ist grösstenteils schadhaft. Damit sich der Zustand nicht weiter verschlechtert, wird die Abteilung Tiefbau und Betriebe der Gemeinde Oberdiessbach diesen sanieren. Des Weiteren wird die öffentliche Strassenbeleuchtung auf die LED-Technologie umgerüstet. Hierfür sind punktuelle Grabarbeiten im Strassenraum nötig.

Bautermin: Voraussichtlich ab 21. August 2017, für ungefähr 3 Wochen
Perimeter:  
Haubenstrasse – Gemeindegrenze bis Obstgartenweg

Strassenbehinderungen lassen sich leider während der Bauzeit nicht vermeiden. Zudem erfolgen beim Einbau des Strassenbelags gegebenenfalls Teilsperrungen. Für letzteres werden Umfahrungsrouten eingerichtet.

Die Gemeinde informiert frühzeitig die Bevölkerung im Detail über die Termine, den genauen Ablauf, die Zugangsmöglichkeiten zu den Liegenschaften und die Teilsperrungen.

Wasserversorgung Bleiken: Erhöhung der Verbrauchs- und Grundgebühren 23.06.2017

Information an alle Eigentümerinnen und Eigentümer von Liegenschaften im Ortsteil Bleiken, welche an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen sind

Erhöhung der Verbrauchs- und Grundgebühren der Wasserversorgung Bleiken
Seit Jahren und unabhängig von der Fusion mit Oberdiessbach schreibt die Wasserversorgung Bleiken rote Zahlen. Das Eigenkapital hat entsprechend abgenommen und beträgt per 1.1.2017 noch CHF 144'949.45. Aufgrund eines voraussichtlichen Kostendeckungsgrads von noch knapp 60 % hat der Gemeinderat bei der Beschlussfassung über das Budget 2017 und gemäss Wasserversorgungsreglement entschieden, die Wassergebühren zu erhöhen.

Die Verbrauchsgebühr wird deshalb von CHF 1.00 auf CHF 1.60 pro Kubikmeter verbrauchten Frischwassers angehoben. Die Grundgebühr pro Wohnung und Gewerbe von CHF 70.00 auf CHF 100.00 pro Jahr. Damit sind die Wassergebühren gleich hoch wie in den Ortsteilen Aeschlen und Oberdiessbach, wo die Wasserversorgung durch die Wasserversorgungsgenossenschaft Oberdiessbach betrieben wird.

Zu beachten ist, dass trotz der Gebührenerhöhung weiterhin mit Defiziten in der Spezialfinanzierung "Wasserversorgung Bleiken" zu rechnen ist, auch wenn diese nun um einiges tiefer ausfallen werden.

Fragen zur Rechnungsstellung und/oder Gebührenerhöhung beantwortet Ihnen der Finanzverwalter, Thomas Reusser, Tel. Nr. 031 770 27 36, gerne.

Mit neuen Ideen und italienischem Touch: Der Sternen Oberdiessbach öffnet wieder 14.06.2017

Im Spätsommer des vergangenen Jahres schloss der Sternen Oberdiessbach, nachdem die damalige Wirtefamilie Konkurs gegangen war. Nun kehrt im Gasthof neues Leben ein. Wirtin Claudia Hänni will Vorhandenes mit Neuem kombinieren und damit nicht nur Töfffahrer ansprechen.

«Kaffeekultur ist wie Weinkultur. Die Qualität des Kaffees ist wichtig», sagt Claudia Hänni (47), während sie mit geübten Griffen an der roten Kolbenmaschine hantiert und zwei Espressi zubereitet. Ab Mitte Juni will die neue Sternen-Wirtin dem Gasthof neues Leben einhauchen.

Ein bisschen Italianità


Ihr Konzept scheint durchdacht und Ideen was Innendekoration und künftige Anlässe betrifft, sprudeln nur so aus ihr heraus. «Wir bieten Schweizer Küche mit einem italienischen Touch an», beschreibt sie die kulinarische Ausrichtung. Mit dem Italiener Giuseppe Brattoli habe sie dazu den perfekten Koch gefunden.

«Es musste wohl so sein», sagt sie mit einem Schmunzeln. Die Verpflichtung des Kochs sei erst vor Kurzem erfolgt. Und auch die Übernahme des Sternens habe sich erst im April abgezeichnet. «Das Lokal wurde an mich herangetragen», ergänzt sie glücklich. Den Traum eines eigenen Lokals habe sie schon länger gehabt, ein Bekannter habe sie schliesslich auf das leerstehende Restaurant in Oberdiessbach aufmerksam gemacht.

Von der Gemüsegärtnerin zur Pächterin


Ganz fremd ist Claudia Hänni die Branche denn auch nicht. Es ist eher eine Rückkehr. Oder: «Mein viertes Leben», wie die zweifache Mutter mit einem Lachen anfügt. Und erklärend ausführt: «Ich bin ausgebildete Gemüsegärtnerin, führte gemeinsam mit meinem Ex-Partner zwei Restaurants, habe dann als Angestellte in verschiedenen Branchen gearbeitet und bin nun selbständig.»

Die in den verschiedenen Bereichen gemachten Erfahrungen würden ihr jetzt zu Gute kommen. So stehen hinter dem Sternen in grossen Betonkübeln bereits selbst angepflanzte Kräuter, die künftig in der Küche Verwendung finden. Alte Fensterläden warten auf den letzten Feinschliff, bevor sie in den Toiletten als Deko aufgehängt werden. Und auch die Buchhaltung will Claudia Hänni teilweise selber führen. „Damit ich rechtzeitig reagieren kann.“

Geschichtsträchtiges Gebäude


Die bewegte Geschichte des Restaurants empfinde sie als Herausforderung. Das Gebäude verfüge jedoch über bisher ungenutzte Ressourcen, die neue Möglichkeiten eröffnen würden. „Im schönen Weinkeller möchte ich künftig Apéros anbieten und im Schopf soll regelmässig ein 'Biker-Brätle' stattfinden“, ergänzt Hänni, die selber leidenschaftlich gerne Motorrad fährt. Eine Buell – „die Sportversion einer Harley“.

Im Sternen solle jedoch dennoch nicht alles anders werden. „Altbewährtes soll bleiben. Das Gebäude wurde 1893 erbaut und verfügt über so viel Geschichte. Dem Inhaber und mir ist es wichtig, diese zu wahren“, sagt Hänni. Und auch wenn sie in Bezug auf den grossen Parkplatz gezielt Motorradfahrer, Chauffeure sowie Pendler, die frühmorgens einen Kaffeehalt einlegen möchten, ansprechen möchte, willkommen seien alle. „Ich nehme die Menschen, wie sie sind. Der Kundenkontakt ist das Schönste an diesem Beruf.“

[i] Die Neu-Eröffnung des Restaurants zum Sternen findet am Donnerstag, 15. Juni, ab 17 Uhr statt. 


Text und Bilder: Eva Tschannen

Dorf-Chäsi Oberdiessbach: Ein Ort für Spezialitäten, Persönliches und zum "Gänggele" 06.06.2017

Schon als Kind wollte sie Verkäuferin werden: Esther Bärtschi geht in der Dorf-Chäsi ihrem Traumberuf nach. (Bilder: Eva Tschannen)
Ob ein Stück Emmentaler, ein Güetzi oder etwas vom nachfüllbaren Waschmittel. In der Dorf-Chäsi an der Schulhausstrasse gibt es fast alles für den täglichen Gebrauch zu kaufen. „Viele sagen uns, sie kommen einfach gerne in die Chäsi“, beschreibt Verkäuferin Esther Bärtschi den besonderen Charakter des Geschäfts.

Bei der Dorf-Chäsi ist schon früh morgens einiges los. Bauern aus der Umgebung liefern kurz nach 6 Uhr die erste Milch an, die in einem grossen Tank gesammelt und später abgeholt wird. Und auch im Laden selber laufen die Vorbereitungen für den anstehenden Tag. Während die Ladenleiterin Christine Fink üblicherweise kurz vor halb Sieben die frischen Produkte einräumt, ist am Donnerstag bereits um viertel vor Fünf Arbeitsbeginn – ein Lastwagen bringt die sogenannten Hartwaren.

Ein bunter Mix an Kunden

Von Müdigkeit ist wenige Stunden später in der Dorf-Chäsi jedoch nichts spürbar. Esther Bärtschi, die aufgrund der Ferienabwesenheit von Christine Fink den Frühdienst heute übernommen hat, und Anna Ramseier sind damit beschäftigt, Joghurt, Mehl und andere Produkte in den Regalen einzuräumen. In regelmässigen Abständen klingelt die Ladenglocke und eine der beiden wechselt zur Kasse oder hinter die Käse-Theke, um Kunden zu bedienen.

«Das Persönliche ist das Schönste an meinem Beruf», sagt Esther Bärtschi, die bereits als Kind unbedingt Verkäuferin werden wollte. Heute betreibt sie gemeinsam mit ihrem Ehemann und den zwei Kindern in Herbligen einen Bauernhof und arbeitet Teilzeit in der Dorf-Chäsi, die wie elf andere Betriebe zur Chrüzwäg Chäsi Oberlangengegg gehört. «Die Kundschaft ist sehr gemischt. Es kommen sowohl Bewohner vom Kastanienpark, als auch Schulkinder, die etwas 'gänggelen' wollen», freut sich Bärtschi über den bunten Mix.

Von den Auswirkungen der Konkurrenz…

Etwas, das auch Anna Ramseier besonders schätzt. «Ich komme sonst nicht allzu viel unter die Leute», sagt sie mit einem Schmunzeln. Wie alle der drei Teilzeitangestellten führt sie mit ihrer Familie einen Bauernbetrieb. Seit rund 14 Jahren arbeitet sie im Chäsi-Laden. Eine lange Zeit, in der es auch die ein oder andere Veränderung gegeben habe. «Seit vor wenigen Jahren das Avec eröffnet hat, machen wir am Samstag weniger Umsatz», hält sie fest.

Befürchtungen in dieselbe Richtung äussert Esther Bärtschi. «Persönlich mache ich mir Sorgen, was die Eröffnung des auf dem Industrieareal geplanten Volg-Ladens für uns für Folgen hat. Glücklicherweise können wir jedoch auf eine treue Stammkundschaft zählen.»

... und den Vorteilen der Stammkundschaft

Im Laden herrscht denn auch eine fast familiäre Atmosphäre. «Wir spüren, dass wir in einem Dorf sind. Man sagt sich 'Sälü' und kennt die Gewohnheiten. Ein Kunde kommt jeweils am Samstag um 11 Uhr. Kommt er ausnahmsweise einmal bereits um 9 Uhr, fragen wir ihn verwundert, ob bereits fast Mittag sei», berichtet Esther Bärtschi mit einem Lachen.

Zudem profitiere der Laden, der etwas versteckt oberhalb der Kirche liegt, auch von Mund-zu-Mund-Propaganda. So kämen etwa für die Bigler-Meringuen, die verschiedenen Mehle der Mühle Schüpbach oder die hauseigene Fondue-Mischung auch Leute von ausserhalb. «Ein älterer Mann kommt jeweils extra mit dem Velo von Steffisburg», freut sich Bärtschi. Besonders schätzen würden die Kunden, dass sie aus den rund 70 Sorten an Käse im Offenverkauf mehrere auswählen und auch kleinere Mengen kaufen könnten.

Die Metzgerei fehlt

Wie viele Kilogramm an Emmentaler, Frauenpower und weiteren Käse-Spezialitäten dabei täglich über die Ladentheke wandern, sei schwer zu sagen. «Es ist unterschiedlich, durchschnittlich kaufen die Kunden aber für rund 20 Franken ein», sagt Bärtschi. Und auch wenn die Dorf-Chäsi seit der Schliessung der Metzgerei Dällenbach mehr Fleischprodukte im Sortiment hat und dies von den Kunden rege genutzt wird, wünscht sie sich für Oberdiessbach: «Dass es wieder eine Metzgerei gibt.»

Text und Bilder: Eva Tschannen

«Schweizer Jugend forscht»: Erste Gewinnerin kam aus Oberdiessbach 06.06.2017

Vor 50 Jahren wurde erstmals der Wettbewerb „Schweizer Jugend forscht“ ausgeschrieben. Gewonnen hatte 1967 eine junge Frau aus Oberdiessbach mit einer Flechtenuntersuchung.

Rosmarie Honegger-Lehmann ist in Oberdiessbach an der Freimettigenstrasse aufgewachsen, wurde zunächst Lehrerin und studierte anschliessend in Basel Biologie. Sie doktorierte 1976 mit einer elektronenmikroskopischen Arbeit über Flechten und forschte danach weiter an Flechten und anderen Pilz-Pflanzen-Interaktionen. Sie ist emeritierte Professorin am Institut für Pflanzen- und Mikrobiologie der Universität Zürich. Heute lebt Rosmarie Honegger-Lehmann im Kanton Zürich.

Zum Beitrag von SRF mit Video vom 1967...

Bring- und Holtag: Auf Schatzsuche beim Werkhof 09.05.2017

Beim Bring- und Holtag in Oberdiessbach kam einiges zusammen. (Fotos: Tobias Kühn)
Bücher, Spielsachen, Tassen, ein Werkzeugkoffer oder Gartenwerkzeug: Am ersten Bring- und Holtag in Oberdiessbach kamen jede Menge noch brauchbare Gegenstände zusammen. Diverse Schätze fanden neue Besitzer.

Während letzten Samstag die Tore zum Werkhof um ein Uhr erst gerade zum Holen öffneten, kam der erste schon wieder heraus. "Yes!", strahlte der Glückliche. Auf der Schulter trug er einen Flachbildschirm.

Einfach Mal schauen

Der junge Mann war eine von rund vierzig Personen, die pünktlich um 13 Uhr zum Oberdiessbacher Werkhof pilgerten, um möglicherweise einen verborgenen Schatz zu entdecken. Und genau das war die Idee des Bring- und Holtages. Von 9 bis 12 Uhr konnten Oberdiessbacherinnen und Oberdiessbacher noch gut erhaltene Gegenstände bei der Warenkontrolle präsentieren. Um 13 Uhr wurde die Halle zum Stöbern und Holen geöffnet.

„Auf der Jagd“ schauten die einen einfach Mal und erbeuteten zum Beispiel ein paar Bücher oder gebrauchte Gesellschaftsspiele. Andere hielten gezielt nach etwas Ausschau. „Wir sind gekommen um uns nach Geschirr umzusehen“, erklärt eine Oberdiessbacherin. Gebracht habe sie ihrerseits am Morgen ein Katzenkistli, das übrigens jetzt schon weg sei.

Viele gute Gegenstände

Gemeindeschreiber Oliver Zbinden, der vor Ort in oranger Leuchtweste das Geschehen verfolgt, scheint zufrieden mit dem Angebot: "Die Leute haben sehr viele, noch gute Gegenstände, gebracht", sagt er. Nur wenig hätte die Warenkontrolle abweisen müssen. Zum Beispiel eine Ladung Ziegel.

Was am Samstag keinen neuen Besitzer fand, wird die Gemeinde selbst entsorgen. Das eine oder andere könnte wohl die Brockenstube nehmen. "Doch die Brocki hat selbst auch Gegenstände gebracht", sagt Zbinden. Insofern sieht er die Tauschbörse der Gemeinde auch nicht als Konkurrenz für die Brocki.

Warteschlange bei den Problemabfällen

Sehr gut genutzt wurde gemäss Zbinden die Sammelaktion für Poblemabfälle am Morgen. Zum Teil seien die Bewohner Oberdiessbachs fast eine Stunde angestanden, um alte Farben, abgelaufene Medikamente oder Reinigungsmittelreste zu entsorgen. Kaum Beachtung fand bei den Oberdiessbacherinnen und Oberdiessbachern die Möglichkeit um gegen eine Gebühr auch weitere Abfälle zu entsorgen.

Wird die Gemeinde also einen weiteren Bring- und Holtag machen? Oliver Zbinden: „Wir werden den heutigen Tag besprechen, und dann entscheiden“, sagt der Gemeindeschreiber. Seinem Junior jedenfalls scheint es zu gefallen: „Darf ich diese Spiele mitnehmen?“, fragt der. Ja, er darf.

Text und Bild: Tobias Kühn

Jetzt ausmisten: Oberdiessbach lädt zum Bring- und Holtag

Werkhof, Glasholzstrasse 4 (hinter der HEWO-Heizzentrale)
Am 6. Mai ist in Oberdiessbach zum ersten Mal Bring- und Holtag: Am Morgen können intakte Gegenstände beim Werkhof abgegeben werden, am Nachmittag wird die Halle zum Holen geöffnet. Gleichentags findet eine Sammelaktion für Sonderabfälle statt.

"Sie bringen Gegenstände zum Tausch - Sie holen, soviel Sie tragen können", so funktioniert der erste Bring- und Holtag beim Gemeindewerkhof an der Glasholzstrasse 4 in Oberdiessbach.

Bringen bis 12, Holen ab 13 Uhr
Von 9 bis 12 Uhr können die Bewohner ihre Bring-Gegenstände bei der Warenkontrolle präsentieren. Angenommen werden brauchbare und intakte Artikel in gutem Zustand, zum Beispiel Bücher, CDs und Kassetten, Geschirr und Haushaltsgeräte, Werkzeug, Kleinmöbel, Spielsachen, Sportgeräte oder Kleinelektronik.

Explizit nicht angenommen werden defekte Gegenstände sowie Skis und Snowboards, Bekleidung, Elektronik, grosse Möbel und grosse Haushaltsgeräte. Zurückgewiesene Artikel müssen wieder mitgenommen werden.

Um 13 Uhr wird die Halle dann zum Holen geöffnet und die Oberdiessbacherinnen und Oberdiessbacher sind eingeladen, in der Halle zu stöbern und Gegenstände gratis mit nach Hause zu nehmen. Auch nur zu bringen oder nur zu holen ist erlaubt.

Sammelaktion für Sonderabfälle
Ebenfalls am 6. Mai findet eine Gratis-Sammelaktion für Sonderabfälle aus den Haushaltungen der Gemeinde statt. Von 9 bis 12 Uhr sammelt die Gemeinde beim Werkhof zum Beispiel Farben, Klebstoffe, Reinigungsmittelreste, Mineralöle, Chemikalien, Medikamente, Batterien und Spraydosen (Details siehe Flyer).

"Diese Abfälle gehören unter keinen Umständen in den Kehrichtsack oder in die Kanalisation. Die umweltgerechte Entsorgung dient der Erhaltung unserer Lebensqualität!", schreibt die Gemeinde auf ihrem Flyer. Sie führt die Sammelaktion zusammen mit der Thommen-Furler AG durch, welche spezialisiert auf die Entsorgung von Sonderabfällen ist.

Nicht angenommen werden bei der Sammelaktion Sonderabfälle aus Gewerbe und Industrie sowie Tierkadaver, Munition, Sprengstoff, radioaktive Abfälle, Elektrogeräte und normaler Haushaltsabfall.
 

Urs Schneiter: Handwerker, Musikant, Ur-Oberdiessbacher 30.03.2017

Er ist 67 Jahre alt und eigentlich pensioniert. Dennoch steht Urs Peter Schneiter noch fast täglich in seiner Schmitte. Dort übernimmt er Schlosser- und Schmiede-Aufträge, für die sich sonst kaum noch ein Handwerker findet.

Vor der Schmitte an der Krankenhausstrasse 1 stehen Metallteile, Kunstobjekte, ein abholbereiter Kleinauftrag. Drinnen zeigt Urs Schneiter, woran er in diesen Tagen arbeitet: Eine grosse Gartenschere, ein Ofentöri oder eine Glocke gilt es zu reparieren. Dann hält er den Plan eines Balkongeländers in den Händen, für das er die Halter der Graniumkistli anpassen soll. Und hier: eine Skizze, wie sich jemand die Metallbögen für seinen Garten vorstellt.

Jede Woche etwas anderes

"Es gibt kaum noch Handwerker, die das alles flicken", sagt der Oberdiessbacher, der, wenn jemand mit einer Skizze und Ideen zu ihm kommt, versucht zu helfen, zu reparieren und seine Erfahrung umzusetzen. So mache er, im Vergleich zu einem Bäcker, jede Woche etwas anderes.

In Oberdiessbach aufgewachsen, hat Urs Schneiter seine Lehre als Industrieschlosser bei Contrafeu in Münsingen absolviert. Sein Vater, auch er Schlosser, betrieb die Firma Schneiter und Stauffer an der Haubenstrasse. Urs Schneiter jedoch wechselte nach einigen Jahren bei Contrafeu in den Betrieb seines Onkels Paul Kupferschmied, den er im Jahr 2008 schliesslich erbte.

„Man ist heute nicht mehr ein Leben lang im gleichen Betrieb"

Die Firma hatte einst vier Mitarbeiter und erledigte Aufträge für Swisscom und BKW. Früher wurden an der Krankenhausgasse auch Pferde beschlagen. Heute ist es allerdings ruhig im 1937 erbauten Gebäude. "Die Maschinen sind veraltet und nicht mehr SUVA-konform", sagt Schneiter.

So sieht sich der 67-jährige bezüglich Nachfolger im Dilemma: Einerseits sei der Betrieb seine Altersvorsorge, andererseits müsste ein Nachfolger investieren, um ihn weiterbetreiben zu können. Sowieso: "Es ist für Handwerker heute schwierig, Nachfolger zu finden. Man ist nicht mehr ein Leben lang im gleichen Betrieb." Hie und da arbeiten Künstler in Schneiters Schmitte. Und für den Frauenverein hat er auch schon Schweisskurse gegeben.

Musikant, Schütze und Brunnenmeister

Selbst ist Urs Schneiter ebenfalls im Dorfleben aktiv. Bei der Brass Band Oberdiessbach spielt er Kornett und für die Schützen ist er seit rund 20 Jahren Kassier im Amtsvorstand. Als Brunnenmeister ist Schneiter ausserdem dafür verantwortlich, dass die 21 Brünnen im Dorf immer genug Wasser führen.

Wie schätzt der Ur-Oberdiessbacher die Entwicklung seines Dorfes ein? "Wir sind schon ein bisschen eine Schlafgemeinde geworden", findet er. Kulturelle Anlässe im Dorf hätten oft nur wenige Besucher. Und für die Vereine sei es schwierig geworden, Nachwuchs zu finden.

"Manchmal wird fast zu viel verändert"

Müsste man in Oberdiessbach also etwas verändern? Nicht unbedingt: "Manchmal wird fast zu viel verändert", findet Urs Schneiter. Viele Dorfvereine machen es auch gut, sagt er. Auf die Jungen hätte man immer geschaut und der Fussballplatz zum Beispiel, werde gut genutzt.

Text und Bild: Tobias Kühn